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Wir können nicht anders
Mittwoch, 8. Dezember
01:00 - 02:40

Nach einer gemeinsamen Nacht in Berlin begleitet Sam seine neue Liebe Edda aufs Land, wo sie nach einem vereitelten Mordversuch ins Fadenkreuz der kriminellen Ortsfeuerwehr geraten. Sam ist gezwungen, mit dem etwas jüngeren Rudi zu fliehen, den er vor einer Erschießung durch den Feuerwehrchef Hermann gerettet hat. Edda bleibt zurück und wird von ihrem Ex-Freund Frank von der Dorfpolizei aufgelesen, was ungeahnte Folgen hat. Nach fünf glücklosen Jahren in Berlin will Edda (Alli Neumann) anlässlich des Geburtstages ihres Vaters (Detlev Buck) erstmals wieder ihr brandenburgisches Heimatdorf besuchen. Vor ihrer Abreise aus der Hauptstadt verbringt sie eine Liebesnacht mit dem campenden Juniorliteraturprofessor Sam (Kostja Ullmann) und überredet ihn, sie mit seinem Wohnmobil zu begleiten. Nahe Eddas Heimatort entfernt sich Sam nach Schussgeräuschen in einem Wald von Edda und verhindert, dass der etwas jüngere Rudi (Merlin Rose) von Herrmann (Sascha Alexander Geršak), seinem Vorgesetzten von der Ortsfeuerwehr, ob einer Affäre mit dessen Frau Katja (Sophia Thomalla) erschossen wird. Sam und Rudi fliehen vor dem kriminellen wie tollpatschigen Feuerwehrtrupp in das dünn besiedelte Dorf und kommen dabei unter anderen mit Herrmanns Vater, dem neurotischen und verwaist lebenden Fabrikbesitzer Rainer (Peter Kurth), in Kontakt. Edda wird im Wald durch Zufall von ihrem Ex-Freund Frank (Frederic Linkemann) aufgelesen, doch sie erschießt den Dorfpolizisten in Notwehr, als er sich an ihr zu vergehen versucht. Um sich wiederzusehen, können Edda und der flüchtige Sam einer Konfrontation mit dem unberechenbaren Herrmann und seinen Männern nur für eine begrenzte Zeit aus dem Weg gehen. Detlev Bucks ZDF-Koproduktion "Wir können nicht anders" (2020), deren Kinoauswertung entgegen seiner aktuellen Thomas-Mann-Verfilmung "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" der COVID-19-Pandemie zum Opfer fiel, erinnert von ihrem Titel her nicht ohne Grund an Bucks ersten Kassenschlager, "Wir können auch anders..." aus dem Jahr 1993. Denn erneut mischen sich hier Elemente einer ostdeutschen Provinzkomödie mit denen des Gangster-Thrillers zu einem beiläufigen Gesellschaftsporträt. Der Filmemacher und Schauspieler, der in den vergangenen Jahren unter anderem Komödien, Kinderfilme und den Actionthriller "Asphaltgorillas" (2018) inszenierte, taucht in "Wir können nicht anders" das brandenburgische Hinterland in weihnachtliche Neo-Noir-Farben und lässt dabei mit einem fatalistischen Lächeln abgehängte Dorf-Mannsbilder auf ein junges Liebespaar treffen, das sich noch einen Funken Hoffnung bewahrt hat. In der Hauptrolle vertraut Buck auf seinen Stammschauspieler Kostja Ullmann, dem er die nicht weniger überzeugende Sängerin und Darstellerin Alli Neumann in ihrer zu diesem Zeitpunkt zweiten Filmrolle zur Seite stellt. Als verlust- wie wutgetriebener Gegenspieler zeigt Sascha Alexander Geršak sein ganzes Können, wobei er teilweise im Nikolausmantel auftritt. Mut zu einem noch skurrileren Kostüm zeigt jedoch Peter Kurth in einer kleinen, aber einprägsamen Nebenrolle. Oft mit einer gewinnbringend steinernen Miene, die den Handlungsschauplatz des durch den Strukturwandel blutleeren und stehen gebliebenen Dorfes spiegelt, rundet die Schauspielerin und Moderatorin Sophia Thomalla den Cast ab. Das Drehbuch zu "Wir können nicht anders" erarbeitete Detlev Buck mit dem gefragten, ostdeutschen Film- und Serienautor Martin Behnke ("Berlin Alexanderplatz", "Dark"). Als Vorbilder für seinen willentlich das Groteske streifenden Film benannte Buck in einem Interview mit "Deutschlandfunk Kultur" die Coen-Brüder, was sich bisweilen auch in der Ästhetik des Filmes niederschlägt. Pressezitat: "Die gekränkte Männlichkeit der wilden Provinzkerle wird hier zum Motor der unberechenbaren Handlung, die neben absurden Verstrickungen hellsichtige Einblicke in die emotionale Befindlichkeit der abgehängten Provinz bietet." ("augsburger-allgemeine.de")

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